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Editorial

Mitreden, mitgestalten, mitentscheiden: Demokratie im Arbeitsalltag

Partizipation ist der Motor einer lebendigen Demokratie – und die betriebliche Bildung ein zentraler Ort, an dem sie konkret wird. Die betriebliche Aus- und Weiterbildung vermittelt nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern stärkt auch soziale und gesellschaftliche Fähigkeiten. 

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Wenn Auszubildende das Morgen mitentscheiden

BBNE-EcoNet als Labor für Demokratie und Nachhaltigkeit

Demokratie muss erlebt und immer wieder neu gelernt werden – nicht als Theorie, sondern als Erfahrung. Was der Soziologe Oskar Negt bereits 2004 betonte (Negt 2004, S. 197), gilt auch heute noch: Demokratische Handlungsfähigkeit entsteht durch das Erleben von Teilhabe. Für die Berufsbildung bedeutet dies, dass sie nicht nur ein Ort der Fachqualifizierung ist, sondern auch ein Sozialisationsraum für demokratische Praxis. Das Projekt BBNE-EcoNet* verbindet diesen Anspruch mit der Frage, wie Nachhaltigkeit in Betrieben handlungswirksam wird.

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Sozialpartnerschaft stärkt Demokratie und Gesundheit im Betrieb

Modellprojekte der ESF Sozialpartnerrichtlinie zeigen: Mitbestimmung und gemeinsame Verantwortung verändern den Arbeitsalltag

Demokratie ist kein abstraktes Konzept, sondern wird dort erfahrbar, wo Menschen ihren Arbeitsalltag gemeinsam gestalten. Das bundesweite Modellprojekt „Demokratie, Gleichstellung und Vielfalt im Betrieb“, umgesetzt von der Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin e.V. (EAF) und begleitet von der Regiestelle „Wandel der Arbeit“ – einer Arbeitsgemeinschaft des f-bb und des Bundesarbeitskreises Arbeit und Leben e.V. –, setzt genau hier an: Der Betrieb wird als Lern- und Erfahrungsraum für demokratische Kompetenzen verstanden. Ziel ist es, demokratische Werte wie Beteiligung, Fairness und gegenseitigen Respekt nachhaltig im Arbeitsalltag zu verankern und so die Demokratiekompetenz von Beschäftigten zu stärken.

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Wer fragt, verändert...

Wie Weiterbildungsmentoring stille Stimmen sichtbar macht

Ein Gespräch auf Augenhöhe kann viel bewirken. Genau darauf baut Weiterbildungsmentoring auf. Das Projekt „Wandel begleiten – Weiterbildungsmentor*innen in der Kunststoffindustrie (WBMplusK)“ überträgt diesen Ansatz auf die Kunststoffindustrie. Wenn man Beschäftigte dabei unterstützt, ihre Weiterbildungsbedarfe zu formulieren, stärkt das zugleich ihre Fähigkeit zur demokratischen Teilhabe im Betrieb. Damit ist die Kompetenz gemeint, die eigene Situation im Betrieb wahrzunehmen, zu benennen und gestaltend einzugreifen. Sie zeigt sich im Dialog, im Aushandeln und Finden von Kompromissen und führt zu der Überzeugung, durch eigenes Handeln etwas verändern zu können.

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EU Zuwanderung: Warum Menschen kommen – und warum sie wieder gehen

Fünf Fragen und Antworten zur neuen Studie „Rechtlich gleichgestellt – praktisch benachteiligt? EU Zugewanderte in Deutschland“

Jedes Jahr kommen circa 100.000 Menschen aus EU-Ländern wie Rumänien oder Polen nach Deutschland (jährliche Nettozuwanderung). 2024 wurde seit 2008 erstmals ein negativer Wanderungssaldo, also weniger Zu- als Fortzüge aus der EU nach Deutschland ermittelt. (Quelle Destatis: Korrektur: Nettozuwanderung 2024 auf 430 000 Personen gesunken - Statistisches Bundesamt ) Die Studie „Rechtlich gleichgestellt – praktisch benachteiligt? EU‑Zugewanderte in Deutschland“ untersucht die Motive für Zu- und Abwanderung von EU‑Bürgerinnen und ‑Bürgern sowie die Herausforderungen, denen sie im Alltag und im Arbeitsleben begegnen.

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