InfoForum 02/2026
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Editorial
Mitreden, mitgestalten, mitentscheiden: Demokratie im Arbeitsalltag

Partizipation ist der Motor einer lebendigen Demokratie – und die betriebliche Bildung ein zentraler Ort, an dem sie konkret wird. Die betriebliche Aus- und Weiterbildung vermittelt nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern stärkt auch soziale und gesellschaftliche Fähigkeiten. Gerade wenn betriebliche Veränderungen anstehen – sei es durch Digitalisierung, KI oder branchenspezifische Herausforderungen, sind Partizipation und Mitgestaltung zwei wesentliche Erfolgsfaktoren für die erfolgreiche Bewältigung des Wandels. Genau hier setzt das f‑bb an: Dort, wo Mitbestimmung, Qualifizierung und betriebliche Praxis zusammenkommen, erforschen und begleiten wir, wie demokratische Teilhabe im Arbeitsalltag gestärkt und zukunftsfähig ausgestaltet werden kann.
Wir denken das Thema Demokratie lebendig und aus unterschiedlichen Perspektiven. So zeigt der Artikel „Wenn Auszubildende das Morgen mitentscheiden“, dass Demokratie und Nachhaltigkeit zwei Seiten einer Medaille sind. Und nicht nur das: Die ESF-Sozialpartnerrichtlinie “Wandel der Arbeit“, die das f-bb seit mehreren Jahren begleitet, zeigt in zahlreichen Projekte wie betriebliche Mitbestimmung zur Entwicklung von Unternehmen beitrage kann. Im Infoforum stellen wir zwei beispielhafte Ansätze vor.
Doch Beteiligung und Demokratie sind keine Selbstläufer, sondern müssen immer wieder aufs Neue aktiv gelebt werden. „Wer fragt, verändert...“ greift auf, wie in der Kunststoffindustrie mittels Weiterbildungsmentoring stille Stimmen sichtbar gemacht werden können.
Das Infoforum lenkt den Blick auf ein zentrales Thema unserer Zeit: die gemeinsame Gestaltung von Arbeit und Qualifizierung zur Bewältigung der Transformation. In der betrieblichen Bildung spiegelt sich wider, wie Partizipation, Mitbestimmung und Kompetenzentwicklung gelingen– ein Fokus, der die Arbeit des f‑bb seit Langem prägt.
Dr. Iris Pfeiffer
