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Microcredentials und vergleichbare Qualifikationsformate im Handwerk. Eine Analyse der Abgrenzungs- und Integrationsmöglichkeiten im Rahmen des Projekts Innovative Fortbildung im Handwerk durch Microcredentials (InnoFort)
f-bb-BerichtErscheinungsjahr: 2026
Ort: Nürnberg
Um mit aktuellen Transformationsprozessen Schritt halten zu können, müssen Bildungssysteme flexibler, offener und stärker individualisierbar werden. Vor diesem Hintergrund schlägt der Rat der Europäischen Union sogenannte Microcredentials (MCs) als einen möglichen Ansatz zur Stärkung des flexiblen und lebenslangen Lernens vor.
Der f-bb Bericht beschäftigt sich mit den Integrationsmöglichkeiten von Microcredentials in die Fort- und Weiterbildungslandschaft des Handwerks, insbesondere zu den Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Er vergleicht die Charakteristika und Zielsetzung von Microcredentials auf europäischer Ebene und bestehende Fort- und Weiterbildungsformate im Handwerk in Deutschland und zeigt, welche Problemlagen aber auch Anknüpfungsmöglichkeiten für MCs im Handwerk bestehen. Darauf aufbauend werden zwei konkrete Anwendungsmöglichkeiten für MCs im Handwerk durchdacht, nämlich im Rahmen von Zusatzqualifikationen und im Rahmen des Betriebswirts.
Der Beitrag zeigt, dass MCs einen Platz in der Fort- und Weiterbildungslandschaft im Handwerk finden könnten, wenn MCs gleichzeitig konkrete Wissenslücken schließen und im Sinne der beruflichen Handlungsfähigkeit eingebettet in systemisches Denken bleiben. Vertrauen, Anerkennung und Sicherstellung der Qualität von MCs stellen zentrale Voraussetzungen für ihre erfolgreiche Etablierung dar. Der Mehrwert von MCs im Handwerk hängt entscheidend von einer klaren Definition und einer strategisch klugen Einbettung in bestehende Qualifikationsstrukturen ab.
