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ABC zum Berufserfolg: Ganzheitliches Integrations- und Qualifizierungsmodell für die berufsorientierte Grundbildung

Lesen und Schreiben zählen neben Rechnen und dem Umgang mit neuen Medien zu den grundlegenden Kulturtechniken, die die Basis für lebenslanges Lernen, gesellschaftliche Teilhabe und Berufsfähigkeit bilden. Menschen ohne ausreichende Grundbildung tragen bekanntermaßen ein überdurchschnittlich hohes Arbeitslosigkeits- und Armutsrisiko. Durch die stetig steigenden Anforderungen auf allen Tätigkeitsebenen verschärft sich diese Problemlage weiter. Trotz intensiver Bemühungen und steigender Kurszahlen gibt es jedoch immer noch kein flächendeckendes Bildungsangebot für diese Zielgruppe. Zudem hat sich gezeigt, dass isolierte Grundbildungsmaßnahmen wie Sprachkurse nur selten zu einer nachhaltigen Integration in die Arbeitswelt führen. Maßnahmen der beruflichen Integration berücksichtigen dagegen die Bedürfnisse von Menschen mit (starken) Schriftsprachschwierigkeiten kaum.

Vor diesem Hintergrund entwickelt, erprobt und evaluiert das f-bb ein Konzept zur berufsorientierten Grundbildung für Personen, die nicht ausreichend lesen oder schreiben können. Zentraler Bestandteil ist die enge Verknüpfung allgemeiner und spezifisch berufsorientierter Grundbildungsinhalte mit begleitenden Praxisphasen. Gerade die Einbindung der Teilnehmer und Teilnehmerinnen in die betriebliche Arbeitsrealität und die dadurch mögliche Kopplung von theoretischem Lernen und praktischen Erfahrungen stellt eine Neuerung in der Grundbildungsarbeit dar und soll die Chancen auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe und eine längerfristige Integration in den Arbeitsmarkt verbessern. Bei der Konzeptentwicklung wird eng mit Betrieben und den regionalen ARGEn zusammengearbeitet.

Das Projekt wird im Verbund mit dem bfz Nürnberg durchgeführt. Die Verbundleitung obliegt dem f-bb.

Das Vorhaben

  • erforscht Grundbildungsanforderungen und die Bedeutung von Schriftsprache in Branchen mit Beschäftigungspotenzial für Geringqualifizierte.
  • entwickelt und erprobt ein Modell zur berufsorientierten Grundbildung, das allgemein- und berufsbildende Inhalte mit betrieblichen Praxiserfahrungen verknüpft.
  • transferiert das berufsorientierte Grundbildungskonzept im Rahmen von Multiplikatorenworkshops und in Form eines Leitfadens für die Bildungspraxis zu den Akteuren der Benachteiligtenförderung.

Partner

Laufzeit

01.04.2008 - 31.03.2011

Ihre Ansprechpartnerin

Ursula Krings
Telefon: +49 911 27779-25
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