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Studie zur Akzeptanz des Fortbildungsabschlusses "Geprüfter Berufspädagoge"

Um den hohen Anforderungen an das betriebliche Bildungspersonal in der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung gerecht zu werden und dessen Stärkung sowie Professionalisierung zu ermöglichen, wurden mit der Wiedereinsetzung der Ausbildereignungsverordnung (AEVO) auch zwei bundeseinheitliche Fortbildungsregelungen erlassen: „Geprüfte*r Aus- und Weiterbildungspädagog*in“ und „Geprüfte*r Berufspädagog*in“. Daran geknüpfte Erwartungen eines Professionalisierungsschubs beim außerschulischen Bildungspersonal haben sich nicht erfüllt. Die Nachfrage nach dem Fortbildungsprofil und die Angebote für entsprechende Vorbereitungslehrgänge bleiben hinter den prognostizierten Erwartungen zurück, obwohl aufgrund gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen die Anforderungen an das Aus- und Weiterbildungspersonal steigen. Auch wenn in den letzten Jahren einige Forschungsarbeiten zur Situation des betrieblichen Bildungspersonals abgeschlossen wurden, fehlten bisher empirische Erkenntnisse zu den Fortbildungsabschlüssen in diesem Bereich.
 
Die Studie des f-bb im Auftrag des BMBF unter Mitwirkung von Prof. Dr. Andreas Diettrich (Universität Rostock) zielte darauf, diese Forschungslücke zu schließen und mehrperspektivisch auf empirischer Basis ein Gesamtbild zum Stand des Fortbildungsabschlusses zu zeichnen. Um Attraktivität und Akzeptanz des Fortbildungsabschlusses bewerten und Handlungsempfehlungen entwickeln zu können, wurden in einem qualitativen Untersuchungsdesign 45 problemzentrierte Interviews mit Absolventinnen und Absolventen der Fortbildung, Anbietern der Vorbereitungslehrgänge sowie der prüfenden Kammern in unterschiedlichen Regionen geführt, zusammenfassend protokolliert und inhaltsanalytisch ausgewertet. Die Ergebnisse wurden in einem Workshop mit Expert*innen diskutiert und konsensuell validiert.
 
Aus den Ergebnissen der Studie ließen sich u. a. folgende zentrale Handlungsempfehlungen ableiten: Die Sichtbarkeit und Bekanntheit des Abschlusses muss ebenso gesteigert werden wie die öffentlichkeitswirksame Einstellung und Beschäftigung qualifizierter Berufspädagog*innen. Zur Steigerung der Attraktivität ist die Bezeichnung des Abschlusses zu prüfen und ggf. anzupassen. Die Rahmenverordnung, Prüfungsordnung und die Struktur der pädagogischen Aufstiegsqualifikationen ist in Anbetracht aktueller Erfordernisse zu prüfen, ebenso wie Prüfungsregularien, -formen und -abläufe. Dabei sind aktuelle Bedarfe von Betrieben sowie der ausbildenden Mitarbeiter*innen durch weitere Forschung zu identifizieren.

Auftraggeber

Fachliche Betreuung

Laufzeit

20.02.2018 - 20.12.2018

Ihr Ansprechpartner

Thomas Schley
Telefon: +49 911 277 79-382
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