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„Türöffner“- ein Ansatz mit Potenzial

Brandenburger Modell baut auf Oberstufenzentren zur Verbesserung des Übergangs in Ausbildung

Etwa jedes vierte Ausbildungsverhältnis wird vorzeitig beendet. Darunter leiden die jungen Menschen ebenso wie die Unternehmen. Um Ausbildungsabbrüche zu verhindern, hat das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg das Landesprogramm „Türöffner: Zukunft Beruf“ entwickelt. Mit dem „Türöffner“ wurde eine Schnittstelle direkt an beruflichen Schulen geschaffen, die den Übergang in Ausbildung fördern soll. Aufgrund seines Erfolgs wurde das Programm kürzlich bis 2022 verlängert. Das Modell könnte auch für andere Bundesländer interessant sein.  

„Türöffner“, seit seinen Anfängen im Jahr 2016 vom f-bb eng begleitet und fachlich unterstützt, zeigt einen Weg auf, wie Schulen, Bundesagentur für Arbeit, Kommunen und Betriebe bei der Begleitung von Jugendlichen am Übergang in Ausbildung enger zusammenarbeiten können. Es ergänzt somit den Aufbau von Jugendberufsagenturen. Mitarbeitende haben dafür ihre Büros an den berufsbildenden Schulen, die im Land  Brandenburg in Form von Oberstufenzentren (genannt OSZ) gebündelt sind, eingerichtet.  Damit bilden die „Türöffner“ dort eine leicht erreichbare Anlaufstelle für Probleme in der Ausbildung. Mit Projektarbeit schaffen die „Türöffner“ einen Raum, damit die Jugendlichen über mögliche Probleme vor bzw. während der Ausbildung reflektieren und Handlungsmöglichkeiten kennenlernen. Ziel ist es, Ausbildungsabbrüchen präventiv zu begegnen. 2019 haben die 14 Lokalen Koordinierungsstellen von „Türöffner“ rund 8.750 junge Menschen über entsprechend ausgerichtete kompetenzstärkende Projekte und Informationsveranstaltungen erreicht.

Die Projektarbeit ist aber nur eine Säule der Arbeit. Elementare Bedeutung hat für den Ansatz bei „Türöffner“ die Trägerkonstruktion: Die Mitarbeitenden  sind zwar räumlich in den OSZ verortet, institutionell aber in den Landkreisen und kreisfreien Städten im Land Brandenburg verankert. Damit sind sie gut vernetzt und bilden eine Schnittstelle zu bestehenden lokalen Unterstützungsangeboten. Als Ansprechpersonen lotsen sie Jugendliche, Eltern, Lehrende und Betriebe zu Informations- und Beratungsangeboten vor Ort und stehen im engen Kontakt mit den Jugendberufsagenturen bzw. Jobcentern und Arbeitsagenturen. Die „Türöffner“ sind an 16 beruflichen Schulen mit insgesamt 21 Mitarbeitenden in ganz Brandenburg aktiv.  Damit setzt „Türöffner“ nicht nur direkt bei Individuen in der Schule an, sondern trägt zur Übersichtlichkeit im Übergangssystem für alle Beteiligten bei.

Langfristig bietet „Türöffner“ durch seine Andockung an den OSZ das Potenzial, Ausbildungsabbrüche frühzeitig zu erkennen. Erste Schritte dazu wurden bereits in die Wege geleitet, im weiteren Projektverlauf soll die Erprobung verschiedener Ideen intensiviert werden. Über Praxiswerkstätten und Beratungstreffen entwickelt das f-bb gemeinsam mit den Mitarbeitenden der LOK derzeit entsprechende Konzepte und Methoden.

„Türöffner: Zukunft Beruf“ wird  durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) des Landes Brandenburg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Brandenburg gefördert.

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