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Wissen allein macht noch keine Transformation

Veröffentlicht am 06. Okt. 2026

Künstliche Intelligenz verändert Rollen, Kompetenzanforderungen und ganz alltägliche Aufgaben zahlreicher Beschäftigter. Das geschieht in einem hohen Tempo und wirkt sich auch auf Lehr-Lernkonzepte aus. Für Unternehmen und Bildungsanbieter stellt sich deshalb längst nicht mehr nur die Frage: Was müssen Beschäftigte lernen? Ebenso wichtig wird: Wie muss Lernen organisiert werden, damit neues Wissen tatsächlich im Arbeitsalltag ankommt?

Genau hier setzt das Transferfestival „Wissen in Bewegung!“ des Zukunftszentrums Berlin an, welches vom f-bb gemeinsam mit seinen Verbundpartnern der Fortbildungsakademie der Wirtschaft und Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg gGmbH angeboten wird. Am 13. Oktober treffen Bildungsanbieter, Personalverantwortliche, Multiplikator*innen und Praktiker*innen aufeinander. Statt Wissen nur auf der Bühne zu präsentieren, wird es in Workshops, Deep Dives und kreativen Formaten gemeinsam erprobt, hinterfragt und weiterentwickelt.

Transfer ist mehr als Wissensweitergabe

Denn eine zentrale Herausforderung der Transformation liegt nicht im Mangel an Wissen. Kompetenzmodelle, Lernplattformen, KI-Tools und neue Bildungsformate gibt es viele. Entscheidend ist, ob sie zu den tatsächlichen Herausforderungen in den Betrieben passen und ob Organisationen Bedingungen schaffen, unter denen Beschäftigte Neues ausprobieren, reflektieren und in ihre Arbeit integrieren können.

Das Programm greift diese Herausforderung aus unterschiedlichen Perspektiven auf: Wie verändern sich Kompetenzanforderungen in einer digitalisierten Arbeitswelt? Wann zahlt sich Weiterbildung wirklich aus? Wie lassen sich neue Lernformate entwickeln? Und welche organisatorischen Voraussetzungen braucht es, damit KI-Einführung nicht beim technischen Tool endet? Eine neue Toolbox des Zukunftszentrums übersetzt zudem Erfahrungen mit Methoden aus der Beratung und Qualifizierung in Werkzeuge für die Praxis.

Wiebke Reyels aus dem Leitungsteam des Zukunftszentrums Berlin sagt: „Guter Transfer beginnt dort, wo Wissen nicht einfach weitergereicht wird, sondern etwas in Bewegung setzt: wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen, Erfahrungen aus der Praxis zurück in die Gestaltung von Bildungsangeboten fließen und aus einer guten Idee etwas entsteht, das im Arbeitsalltag tatsächlich funktioniert“. 

Das Transferfestival versteht Weiterbildung für Erwachsene damit nicht als fertiges Produkt, das weitergereicht wird, sondern als gemeinsamen Entwicklungsprozess. Vielleicht ist genau das die wichtigste Kompetenz in Zeiten permanenter Transformation: nicht nur neues Wissen zu erzeugen, sondern Bedingungen zu schaffen, unter denen gemeinsames Handeln möglich wird.

Transferfestival „Wissen in Bewegung!“
13. Oktober 2026, 14:00–19:00 Uhr
Publix, Berlin-Neukölln
Die Teilnahme ist kostenfrei.

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