Evaluation der berufsbezogenen Deutschsprachförderung nach §45 AufenthG

Für eine gelingende Integration in den Arbeitsmarkt sind Sprachkenntnisse von hoher Bedeutung. Mit Angeboten auf Grundlage der Verordnung über die berufsbezogene Deutschsprachförderung (DeuFöV) werden Personen beim Spracherwerb unterstützt.  

Vier Jahre nach Inkrafttreten wird das Instrument unter Beteiligung des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb) umfassend evaluiert. Dabei sollen folgende Fragen beantwortet werden:

  1. Werden die Ziele der berufsbezogenen Deutschsprachförderung im Allgemeinen erreicht?
  2. Wie wirkt sie sich im Speziellen auf die Arbeitsmarktintegration der Teilnehmenden aus?
  3. Inwiefern befördert der Spracherwerb auch kurzfristige Erfolge bei der sozialen Teilhabe?
  4. Welche Faktoren fördern oder hemmen die Wirkungen der Sprachförderung nach DeuFöV?

Um die komplexen Wirkungszusammenhänge zu erfassen, kommt für die Erkenntnisgenerierung neben quantitativen und qualitativen Methoden auch ein experimenteller Ansatz zum Einsatz. Bestandteile dessen sind z. B. Quasi- und Feldexperimente. Hintergrund des Forschungsdesigns ist u. a. die Heterogenität der Maßnahmen (Basis- und Spezialberufssprachkurse) und der Teilnehmenden (Sprachniveaus, Sozidemographie, Bildungshintergrund). Der multiperspektivische Ansatz bindet Teilnehmende, Kursträger, Lehrkräfte, Arbeitsverwaltung, Migrationsberatung, Betriebe als „Endabnehmer“ und Expert*innen ein. Die Evaluation wird von einem vom BMAS eingesetzten Expertengremium begleitet, das die Bezüge zu den Maßnahmen und den Zielgruppen herstellt.

Das f-bb liefert nicht nur die fachliche Expertise zur Durchführung der Evaluation, sondern auch die Zugänge zu handlungsfeldrelevanten Ansprechpartnern und Institutionen. Es organisiert die Experteninterviews, bereitet die Teilnehmendenbefragung vor und koordiniert dafür die Entwicklung eines Fragenkatalogs zur Messung der berufsbezogenen Sprachkenntnisse. Weiterhin ist das Institut für die Befragung der Beschäftigten aus JC und AA zuständig. Gemeinsam mit den Partnern entwickelt und organisiert das f-bb schließlich die Befragungsinstrumente, die Quasi- und Feldexperimente sowie die Wirtschaftlichkeitsprüfung.

Auftraggeber

Partner

Laufzeit

01.11.2020 - 31.10.2023

Ihre Ansprechpartnerin

Kristin Hecker
Telefon: +49 911 277 79-67
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