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Zukunftsberuf oder Auslaufmodell? Anpassung der beruflichen Bildung an die Transformation der Automobilindustrie
AufsatzErscheinungsjahr: 2025
In: bwp@ Berufs- und Wirtschaftspädagogik – online, ( Nr. 49)
Die Automobil- und Zulieferindustrie befindet sich im Spannungsfeld beschleunigter Innovationsdynamik, Digitalisierung und strukturellen Wandels. Neue Technologien – insbesondere im Kontext der E-Mobilität – verändern nicht nur Produkte und Prozesse, sondern auch die Anforderungen an berufliche Qualifikationen. Überfachliche Kompetenzen in den Bereichen Teamarbeit, Kommunikation und digitale Grundkompetenzen sind zunehmend gefragt. Über Tätigkeitsscreenings in Betrieben - die in verschiedenen Projekten durch das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) durchgeführt und zusammengetragen wurden – wurde deutlich, dass Fachkompetenzen nach wie vor die wichtigste Rolle in der Transformation spielen.
Die Analyse von Stellenanzeigen aus der Automobilbranche zeigte einen deutlichen Anstieg von Formulierungen wie "Nachhaltigkeit" und "E-" (z.B. "Elektromobilität"), aber auch Lernbereitschaft und Teamfähigkeit gewinnen an Bedeutung für die Branche. In diesem Beitrag wird am Beispiel des Berufsbilds "Kraftfahrzeugmechatroniker*in" untersucht, wie sich Berufsbilder unter dem Einfluss von Transformationsprozessen verändern. Zudem werden praktische Beispiele aufgezeigt, wie berufliche Bildung darauf reagieren kann. Ergebnisse aus betrieblichen Fallstudien, einer Stellenanzeigen- und SWOT-Analyse liefern praktische Anregungen, wie Unternehmen fachliche und überfachliche Kompetenzen vereinen und somit das Berufsbild zukunftsfähig gestaltet werden kann.
