Publikationen

Hecker, K./Schley, Th./Fischer, A./Wittig, W./Pfeiffer, I.

Erfassung beruflicher Kompetenzen von Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchteten. Kriterien und Vorgehen bei der Konstruktion eines computerbasierten Kompetenztests

Aufsatz (extern veröffentlicht)
Erscheinungsjahr: 2019
Ort: Leverkusen

In: David, A. et. al. (Hrsg.) 2019: Migration und Arbeit. Herausforderungen, Problemlagen und Gestaltungsinstrumente.

Das inputorientierte Berufsbildungssystem und der deutsche Arbeitsmarkt fokussieren primär formale Maßnahmen zur Kompetenzentwicklung und sind auf formale Zertifikate ausgerichtet. Menschen, die keine formalen Nachweise erbringen können oder Kompetenzen auf informellen oder non-formalen Lernwegen erworben haben, können diese in der Regel nicht oder nur beschränkt beruflich verwerten. Dies trifft insbesondere für geflüchtete Menschen sowie für Migrantinnen und Migranten zu.

Computerbasierte Testverfahren, die unabhängig vom Kontext des Erwerbs, arbeitsbezogene Kompetenzen und damit einen aktuellen Qualifikationsstand erfassen, liefern einen Beitrag zur zielführenden Vermittlung in Qualifikation und Arbeit. Ferner bilden die Ergebnisse eine fundierte Grundlage für eine subjektorientierte Kompetenzentwicklung. Neben der Berücksichtigung wissenschaftlicher Standards sind mit Blick auf die Zielgruppe besondere Anforderungen und Bedingungen an die Entwicklung derartiger Testverfahren geknüpft .

Ausgehend von den Anforderungen an die berufliche Kompetenzfeststellung werden im Artikel verschiedene Verfahren und ihre Zielstellungen in den Blick genommen, das zugrundliegende Kompetenzmodell erörtert und ein Konstruktionsprozess für die Entwicklung standardisierter Testverfahren  vorgeschlagen. Dabei wird der Blick auf zielgruppenspezifische Besonderheiten gerichtet, die bei der Testkonstruktion zu berücksichtigen sind, und der Nutzen solcher Testergebnissen für die Verwertbarkeit beruflicher Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt erörtert. Die Darstellung der Grenzen der Vorgehensweise und Verfahren sowie die Verknüpfung verschiedener Maßnahmen zur Nutzung von Synergieeffekten für die Kompetenzentwicklung schließen den Beitrag ab.

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