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Frauen in Führungspositionen in Sachsen - Entwicklung eines Vorgehensmodells

In Sachsen sind 2007 die Anteile der Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft auf der ersten und zweiten Führungsebene am niedrigsten gegenüber dem Frauenanteil an allen Beschäftigten. Viele Frauen belegen Arbeitsplätze zum Teil weit unter ihrem Ausbildungsniveau oder suchen sich entsprechende Arbeitsmöglichkeiten in anderen Bundesländern. Im Hinblick auf die demografische Entwicklung und den zunehmenden Fachkräftebedarf, ist es notwendig, die sächsischen Unternehmen für die Probleme der Ressourcennutzung „Frauen“ zu sensibilisieren. Sie werden nicht umhin kommen, verstärkt die Kompetenzen ihrer Mitarbeiterinnen weiterzuentwickeln und systematischer zu nutzen.

Ziel ist es, mit zehn sächsischen KMU aus verschiedenen Branchen ein Vorgehensmodell (Referenzmodell) zur Führungskräfteentwicklung zu entwickeln und an die Bedürfnisse von zehn Unternehmen anzupassen und zu erproben. Dabei werden Strategien zur Qualifizierung von Frauen mit Führungsqualitäten aus den eigenen Reihen erarbeitet.

Zielgruppen im Projekt sind zunächst personalverantwortliche Führungskräfte der Unternehmen, die als Mentoren/-innen fungieren und eine Qualifizierung zur kompetenten Entwicklung und Begleitung eines Traineeprogramms für Frauen im eigenen Unternehmen erhalten. Weiterhin gehören ausgewählte Frauen aus den teilnehmenden Unternehmen (zumeist KMU) zur Zielgruppe, die sowohl eine betriebsübergreifende modulare Qualifizierung zur Erlangung von Führungskompetenzen erhalten wie auch parallel ein betriebsinternes Praxisprojekt durchführen. Im betriebsinternen Durchlauf erlernen die Frauen als Mentees einzelne Führungsaufgaben und bewältigen parallel dazu in einem Betriebsprojekt unter Begleitung des Mentors/der Mentorin Führungsaufgaben. Dadurch wird bereits in der Durchführungsphase die Implementierung des Modells sichergestellt.

Die Ergebnisse des Projekts werden über einen Handlungsleitfaden, eine Abschlusstagung und ein Netzwerktreffen mit sächsischen Unternehmen zur Nutzung zur Verfügung gestellt. Das Vorgehensmodell soll unterstützen, ihren Führungskräftenachwuchs selbstständig über die Sensibilisierung und Qualifizierung von Führungskräften und Mitarbeiterinnen zu decken.

Laufzeit

01.08.2011 - 31.01.2014

Publikationen

Wie Unternehmen das Lernen im Arbeitsprozess fördern können, und warum Führungskräfte als Lerngestalter agieren müssen
Autor: Severing, E.

In: BILDUNGaktuell - Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung, Heft Nr. 5. 2008, S. 5-7

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