
Berufsbildungsforschung beschreibt weniger eine eigenständige und abgrenzbare Disziplin, sondern weist vielmehr den Bereich „Beruf“ bzw. „Berufsbildung“ als Gegenstand wissenschaftlicher Forschung aus, der aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven analysiert und betrachtet wird. Daher finden sich hier unterschiedliche Zugänge, Fragestellungen, Forschungstraditionen, -methoden und -standards, die auch mit einem differierenden Forschungs- und Qualitätsverständnis einhergehen. So lassen sich in der Berufsbildungsforschung unterschiedliche Forschungstypen unterscheiden:
Während für Forschungstypus 1 in der empirischen Sozialforschung etablierte Instrumente vorliegen, die aber möglicher-weise einer Adaption für die Berufsbildungsforschung bedürfen, bedarf es für die Forschungstypen 2 und 3 noch der Etablierung allgemeingültiger und anerkannter Qualitätsstandards. Der Expertenworkshop der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN) diente der Bestandsaufnahme bzw. Präzisierung und Weiterentwicklung der Qualitätsmaßstäbe und Erfolgskriterien anwendungsorientierter Berufsbildungsforschung. Der Workshop wurde vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) und dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit Unterstützung des Instituts für Wirtschaftspädagogik der Wirtschaftsuniversität Wien durchgeführt. Der Workshop wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Hier finden Sie das Programm der Veranstaltung.