
Die Entwicklungen der letzten Jahre stellen das deutsche Berufsbildungssystem vor neue Herausforderungen, die zu grundlegenden Veränderungen führen können. Im Rahmen der Europäisierung und der Anpassung nationaler Standards an den europäischen Qualifikationsrahmen gerät das deutsche Erfolgsmodell der ‚Dualen Ausbildung’ verstärkt unter Druck. Die Zahl der jungen Menschen, die eine traditionelle Lehre beginnen, sinkt. Demgegenüber nimmt die Zahl derjenigen, die eine schulische Berufsausbildung wählen, zu und insbesondere die Gruppe der Jugendlichen, die zunächst im Übergangssystem versorgt werden, wächst stetig. Trotz einer positiven Tendenz auf dem Ausbildungsmarkt fehlt es weiterhin an Ausbildungsstellen, was den Zugang für Jugendliche ohne bzw. mit niedrigem Schulabschluss und für Altbewerber zunehmend erschwert. Der Übergang von der Schule in die Berufsbildung gestaltet sich höchst problematisch, nicht nur zum Nachteil der betroffenen jungen Menschen und deren Familien, sondern ebenfalls zunehmend zu Lasten der Unternehmen, denen perspektivisch der qualifizierte Fachkräftenachwuchs fehlen wird. Diesen Übergang gilt es frühzeitiger vorzubereiten, transparenter zu gestalten und effizienter in die Berufsausbildung zu integrieren. Dieser Problematik hat sich die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung mit einem eigenen ‚Förderprogramm zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit’ angenommen, in welchem verschiedenste Projekte mit dem inhaltlichen Schwerpunkt des Übergangs Schule – Beruf gefördert werden. Das 10-jährige Bestehen dieses Förderprogramms gab den Anlass für dieses zweitägiges Symposium: