
Der Terminus "unsichere Zeiten" bezeichnet eine durch jüngere gesellschaftliche Veränderungen erzeugte Infragestellung vormals stabiler Orientierungs- und Erwartungsstrukturen. Diese Infragestellung dokumentiert sich exemplarisch in der Bedeutung des Karrierebegriffs: von einer langfristigen "Laufbahn" als der Einhegung in einen vorgezeichneten Entwicklungsweg mit klarem Ziel hin zur Bezeichnung von explizit als riskant beschriebenen individuellen Zukunftsorientierungen, biografischen Entscheidungen und variablen Einbettungen in möglicherweise wiederholt wechselnde Arbeits- und Berufskonstellationen: "Karriere" in unsicheren Zeiten - realistischer Anspruch oder begrifflicher Widerspruch?
In Kooperation mit dem WZB Berlin und der Universität Erlangen koordiniert das f-bb eine Ad-hoc Gruppe auf dem 34. Kongress der deutschen Gesellschaft für Soziologie. Zum Thema "'Karriere' in unsicheren Zeiten - realistischer Anspruch oder begrifflicher Widerspruch?" werden ausgewählte Vorträge diskutiert.