
Die größte Herausforderung für die deutsche Wirtschaft wird in den nächsten Jahren bzw. Jahrzehnten die Bewältigung des demografischen Wandels sein. Bereits heute ist in einzelnen Branchen bzw. Beschäftigtengruppen (z. B. Ingenieure) ein eklatanter Fachkräftebedarf zu konstatieren. Neben dieser demografischen Herausforderung müssen die Unternehmen außerdem mit wachsenden Anforderungen an ihr Personal umgehen.
Um den notwendigen Fachkräftebedarf zu sichern, müssen Unternehmen zukünftig bisher vernachlässigte Humanressourcen deutlich besser erschließen. Dabei gilt es insbesondere, die heterogene Personengruppe mit geringer Vorbildung stärker in den Fokus zu nehmen, die derzeit nur ungenügend und nicht dauerhaft als Arbeitskräftereservoir zur Verfügung steht, weil sie ohne entsprechende Qualifizierung den modernen Anforderungen der Unternehmen an die Mitarbeiter nicht entspricht.
Haupthinderungsgrund bei der Erschließung dieser Humanressourcen ist die doppelte Übergangsproblematik, mit der Geringqualifizierte konfrontiert sind und die es zu bewältigen gilt: Zum einen muss diese Personengruppe zunächst den Übergang in Aus- bzw. Weiterbildung bewältigen und braucht dafür Unterstützung. Zum anderen muss - im Anschluss an die Qualifizierungsphase - der Übergang bzw. möglichst dauerhafte (Wieder-)Einstieg in adäquate Beschäftigung gelingen.
Einen entscheidenden Beitrag zur Lösung der skizzierten Übergangsproblematik und damit zur Erschließung der bisher vernachlässigten Humanressourcen können Bildungsangebote liefern, die beide Übergänge in den Blick nehmen und bereits bei der Konstruktion und Ausgestaltung nicht nur die Besonderheiten der Zielgruppe, sondern auch die Arbeitsplatzanforderungen und Bedürfnisse der Arbeitgeber deutlich stärker als bisher berücksichtigen.
Im Rahmen des Workshops soll erörtert werden, wie Bildungs- und Qualifizierungsangebote für die Personengruppe mit geringerer Vorbildung gestaltet werden müssen, um
Vor dem Hintergrund dieser Zielsetzung soll es im Rahmen des Workshops auch darum gehen, Qualitätsstandards für die Konstruktion und Durchführung entsprechender Maßnahmen zu diskutieren.
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