Neue Bildung braucht das Alter. Fachtagung der DGGG, Sektion IV

Vortragstitel

Entwicklung demografiefester Unternehmensstrategien am Beispiel der Pflegeberufe

Kurzbeschreibung

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Alterung der Gesellschaft stehen auch die Unternehmen der Altenpflege künftig vor großen personalpolitischen Herausforderungen. Auf der einen Seite wächst die Zahl der Pflegebedürftigen und auf der anderen Seite stehen immer weniger Pflegekräfte zur Verfügung, deren Durchschnittsalter in Zukunft deutlich höher sein wird. Ebenfalls demografisch bedingt wird es in Zukunft noch schwieriger werden, junges, qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen. Schon heute können viele Einrichtungen ihre Stellen nicht adäquat besetzen. Schreibt man die gegenwärtigen Zahlen fort, droht eine Unterversorgung an Pflegekräften. Zudem wandeln sich die Anforderungen an die Pflege. Stichworte sind beispielsweise Kundenorientierung, Ambulantisierung, Professionalisierung und Verdichtung der Arbeitsprozesse sowie Multimorbidität und Hochaltrigkeit der Patienten. Die Einrichtungen der Altenpflege und Krankenhäuser stehen deshalb vor der Frage, wie eine Personalpolitik gestaltet werden kann, die den demografischen Wandel aufgreift und konstruktiv mit ihm umgeht. Das Konzept des Lebenslangen Lernens und die Einbindung von Beschäftigten aller Altersgruppen in Bildungsprozesse werden angesichts alternder Belegschaft bedeutsam.

In dem Vortrag werden folgende Fragen behandelt:

  • Welche Herausforderungen bestehen angesichts des demografischen Wandels für die Alten- und Krankenhauspflege?
  • Inwiefern stellen alternde Belegschaften eine neue Herausforderung für das lebenslange Lernen dar? Wie können alle Altersgruppen in Bildungsprozesse integriert werden und welche spezifischen Anforderungen des Lernens gibt es von Seiten der älteren Mitarbeiter?
  • Wie können die Erfahrungen und erprobten Kompetenzen der älteren Mitarbeiter und das neue Wissen der frisch ausgebildeten Fachkräfte zusammengebracht werden?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, alterskritische Risiken in den belastungsintensiven Berufen der Pflege zu minimieren und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter langfristig zu erhalten?
  • Wie können hohe berufsspezifische Belastungen in der Pflege durch systematische Maßnahmen in der Kompetenz- und Organisationsentwicklung reduziert werden?

Datum

01.10.2009

Referent

Silvia Gerisch
Dr. Kornelius Knapp

Veranstaltungsort

Deutsches Hygiene-Museum
Lingnerplatz 1
01069 Dresden