

Das Internet als Lernmedium können zukünftig auch Beamte und Verwaltungsangestellte nutzen, die ihre interkulturelle Kompetenz erweitern wollen. Das interkulturelle Kompetenztraining ist als Blended-Learning-Arrangement konzipiert. Präsenzseminare, Internet-Module und Begleitung durch einen Teletutor werden miteinander kombiniert und sichern so den Lernerfolg. Das f-bb hat dazu in Kooperation mit bfz E-Learning eine Plattform entwickelt, auf der Lernmodule zu Grundlagen interkultureller Kompetenz und zu wichtigen Herkunftskulturen von Migranten bereitgestellt werden. Die Module informieren über die Herkunftsländer Irak, ehemaliges Jugoslawien, Kasachstan, Russland, Türkei und Ukraine sowie über kulturelle Besonderheiten der Immigranten aus diesen Ländern. Die Modellseminare werden aus Mitteln des Bundesprogramms XENOS gefördert. Die Teilnahme ist kostenlos.
Die Inhalte der Trainingsmodule werden in enger Abstimmung mit den beteiligten Ministerien, Bundesbehörden und Kommunen an die Belange von Verwaltungspersonal – von der Führungskraft bis zum Sachbearbeiter/ zur Sachbearbeiterin – angepasst. Ein Set von insgesamt 13 Modulen steht zur Verfügung, aus dem nach individuellem Bedarf ausgewählt werden kann.
Förderung:
Bundesprogramm XENOS – Sonderprogramm Beschäftigung, Bildung und Teilhabe vor Ort
Das aus dem Europäischen Sozialfonds geförderte Bundesprogramm "XENOS - Leben und Arbeiten in Vielfalt" zielt darauf ab, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Diskriminierung in der Gesellschaft nachhaltig entgegenzuwirken. XENOS verknüpft an der Schnittstelle von Schule, Ausbildung und Arbeitswelt arbeitsmarktpolitische Maßnahmen mit Aktivitäten gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und zur Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen.
Die Vermittlung interkultureller Kompetenz für Mitarbeitende in der Verwaltung und bei Behörden trägt dazu bei, dass der Umgang mit Kunden anderer Ethnien effizienter und konfliktärmer wird. Sie ermöglicht einen bürgernahen Service, verringert Konflikte zwischen Dienstleistern und Kunden, verbessert die Arbeitszufriedenheit der Angestellten, sichert die Qualität der Dienstleistung und fördert die Anerkennung der Verwaltungsarbeit in der Öffentlichkeit.