ParC-AVE - Physical Activity related Competence in Apprenticeship and Vocational Education

Projektbereich

Weiterbildung

Kurzbeschreibung

Das Projekt ParC-AVE ist eingebettet in den Forschungsverbund "CAPITAL4HEALTH – Handlungsmöglichkeiten für aktive Lebensstile: Ein Forschungsverbund zum interaktiven Wissenstransfer in der Gesundheitsförderung" und wird über das Gesundheitsforschungsprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. Ziel des Forschungsverbundes ist es, durch einen interaktiven Wissensaustausch Handlungsmöglichkeiten für aktive Lebensstile bei unterschiedlichen Altersgruppen und professionellen Akteuren sowie förderliche Strukturen auf Organisations- und Systemebene zu entwickeln und zu erforschen. Der Verbund besteht aus fünf empirischen Teilprojekten und zwei Querschnittsprojekten, die im Austausch zwischen nationalen und internationalen Partnern aus Wissenschaft, Praxis und Politik bearbeitet werden.

Das Teilprojekt ParC-AVE widmet sich der Entwicklung von bewegungsbezogener Gesundheitskompetenz bei Jugendlichen in Berufsausbildung. Körperliche Inaktivität gilt als ein wesentlicher verhaltensbezogener Risikofaktor für in Beeinträchtigung verbrachte Lebensjahre sowie für die Entstehung chronisch-nichtübertragbarer Krankheiten. Forschungsergebnisse zeigen, dass bereits ein Großteil der Jugendlichen die globalen Empfehlungen zu gesundheitsförderlicher körperlicher Aktivität nicht erreicht. Jugendliche in der Berufsausbildungsphase stellen damit eine wichtige Zielgruppe für entsprechende Präventions- und Gesundheitsmaßnahmen dar. In einigen Beschäftigungsfeldern, wie Krankenpflege und Kfz-Mechatronik, sind Auszubildende zudem mit Gesundheitsrisiken durch erhöhte körperliche Belastungen konfrontiert. Bisherige Maßnahmen der Gesundheitsförderung fokussieren eher auf ergonomische Aspekte oder berücksichtigen nicht die für das individuelle Bewegungsverhalten bedeutsamen Komponenten der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz.

Zielsetzung

Ziel des Projektes ParC-AVE ist die Stärkung der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz von Auszubildenden der Krankenpflege und Kfz-Mechatronik. Bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz gilt mit ihren Teilkomponenten Bewegungskompetenz, Selbststeuerungskompetenz und Selbstregulationskompetenz als Voraussetzung für einen körperlich-aktiven Lebensstil und damit die langfristige Gesundheit und Leistungsfähigkeit auch im Berufsleben. Hierzu werden im Projekt eine bewegungsbezogene Intervention für Auszubildende aus den benannten Bereichen sowie eine interprofessionelle Bildungssystematik für Entscheidungsträger der beruflichen Ausbildung entwickelt und implementiert.

Zur Identifizierung vorhandener Bedarfe, Förderfaktoren und Barrieren wird vorab eine querschnittliche Befragung zur bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz bei Auszubildenden der entsprechenden beruflichen Bereiche durchgeführt. Zusätzlich werden teilstrukturierte Interviews mit Auszubildenden und zentralen Entscheidungsträgern der beruflichen Ausbildung in der Krankenpflege und Kfz-Mechatronik in Bayern geführt. Praxispartner des Projektes sind unter anderem das Berufsbildungszentrum Gesundheit Ingolstadt sowie die AUDI AG.

Durch die gemeinsame und kooperative Entwicklung zielgruppengerechter Wege der Gesundheitsförderung durch Partner aus Praxis, Wissenschaft und Politik sollen Möglichkeiten zur nachhaltigen strukturellen Verankerung der Interventionen in Betrieb bzw. Fachschule identifiziert werden. Langfristig kann damit ein Beitrag zur Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit von Auszubildenden geleistet werden.

Laufzeit

01.06.2015-31.01.2018

Publikationen

Fachartikel

Döring, O.; Nauerth, A.; Rechenbach, S.; Simon, J.; Weyland, U.; Wittmann, E.; Worofka, I.: Kompetenzerfassung in der Pflege älterer Menschen - Theoretische und domänenspezifische Anforderungen der Aufgabenmodellierung. In: Seifried, J., Faßhauer, U., Seeber, S. (Hrsg.): Jahrbuch der berufs- und wirtschaftpädagogischen Forschung 2014. Verlag Barbara Budrich, Leverkusen 2014, S. 53-66
Link

Kompetenzfeldzuordnung

Bildung und Demografie

Partner

  • Institut für Sportwissenschaft und Sport (ISS) an der FAU
    Institut für Sportwissenschaft und Sport (ISS) an der FAU
  • Audi AG
    Audi AG
  • BBZ Berufsbildungszentrum Gesundheit Ingolstadt
    BBZ Berufsbildungszentrum Gesundheit Ingolstadt

Förderung

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Kontakt

Dr. Matthias KohlTelefon: +49 911 27779-868matthias.kohl(at)f-bb.deDr. Matthias Kohl