IKK – Interkulturelles Kompetenz- und Konflikttraining für den Beruf

bfzDieses Projekt wird von der bfz Bildungsforschung durchgeführt.

Projektbereich

Weiterbildung

Kurzbeschreibung

Interkulturelle Kompetenz und interkulturelle Konfliktfähigkeit werden in der Arbeitswelt immer wichtiger, um ein harmonisches Miteinander von Ausländern und Deutschen zu ermöglichen. Unser Programm wendet sich parallel an zwei Zielgruppen, um eine notwendige Breitenwirkung und einen engen Praxisbezug bei der Überwindung von Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu gewährleisten. Zielgruppe 1 sind die Mitarbeiter des Bildungsträgers (bfz), Mitarbeiter von Ausländerinitiativen und die Sachbearbeiter der Auftraggeber. Zielgruppe 2 sind die Teilnehmer an Maßnahmen des bfz.

Zielgruppe 1 erhält das Angebot mehrstufiger Multiplikatorenschulungen zu interkultureller Kompetenz und zum Konflikttraining. Zielgruppe 2 nimmt an einem Training in interkultureller Kompetenz und an Konflikttraining teil. Um das „Miteinander lernen“ zu ermöglichen, werden aus den Maßnahmen des bfz möglichst kulturell gemischte Gruppen gebildet. Die geschulten Multiplikatoren der Zielgruppe 1 können in diesen Trainings bereits als Co-Trainer mitwirken, um angeleitete Praxiserfahrung zu erwerben.

Für beide Zielgruppen gibt es die fakultative Möglichkeit, an Wochenendseminaren zur Begegnung von Ausländern und Deutschen den interkulturellen Dialog zu vertiefen und intensiver die politischen Dimensionen von Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Rassismus zu diskutieren.

Zielsetzung

Das Projekt entwickelt in Kooperation mit Trainern zu interkultureller Kommunikation und zur Mediation geeignete Trainingsformen zur Vermittlung interkultureller Kompetenz und Konfliktbewältigung, die Bezug nehmen auf die Anforderungen der Arbeitsrealität und von Trainern und Seminarleitern umgesetzt werden können, die keine umfangreiche Erfahrung in diesem Trainingssegment besitzen. Langfristiges Ziel ist es, in möglichst allen Maßnahmen des bfz Trainings zur interkulturellen Kompetenz und Konfliktbewältigung für Deutsche und Ausländer zu implementieren. Diese tragen dazu bei, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit bei Deutschen gegenüber Ausländern, aber auch Unsicherheiten und Missverständnisse im Umgang mit ihnen abzubauen. Gleichzeitig werden die ausländischen Mitbürger dazu befähigt, deutsche kulturelle Besonderheiten der Arbeitswelt zu erkennen und angemessen damit umgehen zu können. Trainer und Kursleiter erwerben psychologische Kenntnisse darüber, wie in ethnisch begründeten Konfliktsituationen interveniert werden kann. Ausländern und Deutschen wird das Verständnis für die eigene und fremde kulturelle Bedingtheit des Handelns vermittelt, um Toleranz gegenüber Andersartigkeit zu befördern. Menschen aus unterschiedlichen Kulturen lernen Konfliktlösungsstrategien, die sowohl im Arbeitsalltag als auch in der Freizeit angewendet werden können. Dabei geht es nicht darum, Einwanderer zur vollständigen Anpassung an die deutsche Kultur heranzuführen. Vielmehr liegt ihre Chance gerade darin, in ihrer eigenen Persönlichkeit das Beste aus ihrer Herkunftskultur mit dem zu einer neuen Synthese zu führen, was sie aus der Kultur ihres Ziellandes aufzunehmen in der Lage sind.

Laufzeit

01.10.2001-31.12.2004

Partner

  • Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration
    Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration
  • Arbeit und Leben Landesarbeitsgemeinschaft Bayern
  • Kifas Institut für Angewandte Sozialethik

Bewilligungsstelle

  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
    Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Förderung

  • Europäische Union
    Europäische Union

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