

Der Wettbewerbsdruck auf kleine und mittlere Unternehmen ist hoch und nimmt weiter zu. Steigende Lebenserwartung, Nachwuchsmangel und die Erhöhung des Rentenalters führen dazu, dass der Altersdurchschnitt in den Betrieben steigt. Unternehmen müssen also in Zukunft ihre Erfolge und Ziele mit älteren Belegschaften erreichen. Dies erfordert ein Umdenken sowie die Entwicklung neuer, effizienter Strategien zur Nutzung der Potenziale ältere Mitarbeiter unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Bedürfnisse. Kleine und mittlere Betriebe tun sich aufgrund beschränkter finanzieller und personeller Ressourcen schwer, den Herausforderungen des demografischen Wandel zu begegnen. Zum hierzu erforderlichen Aufbau nachhaltiger Strukturen im Rahmen der Personal- und Organisationsentwicklung brauchen sie eine externe Unterstützung.
Damit Mitarbeiter auch mit fortschreitendem Alter engagiert und leistungsfähig bleiben, sind zwei Bedingungen von besonderer Relevanz:
Im Projekt ÄMiL wird dazu ein integratives Verfahren entwickelt und erprobt, das sowohl den Bedürfnissen mittelständischer Betriebe als auch deren älteren Mitarbeitern Rechnung trägt. In sechs Modellbetrieben werden in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der operativen Ebene ihre Leistungsanforderungen analysiert und ihr Bedarf an Weiterbildung und Gesundheitsförderung ermittelt. Auf dieser Grundlage werden gemeinsam passgenaue Maßnahmen abgeleitet, die zur Kompetenzsicherung und Gesunderhaltung im Alternsgang beitragen.
Weitere Informationen und Materialien zum Thema "Wettbewerbsfähig mit alternden Belegschaften" finden Sie unter www.m-e-z.de.
Das Projekt zielt auf die Entwicklung integrativer und handhabbarer Lösungen für kleine und mittlere Betriebe zur Sicherung der Leistungsfähigkeit und -bereitschaft ihrer alternden Belegschaften. Hierzu werden mit einem partizipativen Ansatz betriebliche Weiterbildung und Gesundheitsförderung verknüpft. Als Ergebnis der betrieblichen Entwicklungsarbeit soll am Ende ein in der Praxis validiertes Konzept zur kooperativen Analyse des präventionsorientierten Weiterbildungsbedarfs bei älteren Mitarbeitern stehen. Die dazu entwickelten Instrumente und Verfahrensweisen werden in Leitfäden veröffentlicht und verbreitet. Darüber hinaus werden die Ergebnisse und Erfahrungen aus der Arbeit mit den Pilotbetrieben auf Veranstaltungen und durch Veröffentlichungen bekannt gemacht.