Untersuchung lokaler Konzepte zur Verbesserung der sozialen Lage von Kindern und Jugendlichen im Land Brandenburg speziell im Kontext Schule und Ausbildung

Projektbereich

Internationalisierung der Berufsbildung

Kurzbeschreibung

Zu den Herausforderungen der Brandenburger Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik in den nächsten Jahren gehört es, den Übergang von der allgemeinbildenden Schule in eine Berufsausbildung zu verbessern. Bund und Länder einigten sich in der so genannten "Dresdner Erklärung" auf die Reduktion der Schulabgänger/-innen ohne Schulabschluss bis zum Jahr 2015.
Die Familienpolitik des MASF und der Landesbeirat für Familienpolitik im Land Brandenburg beabsichtigen, zukünftig verstärkt Jugendliche auf ihrem Weg von der Schule in die Ausbildung in den Blick zu nehmen. Hierfür soll vor allem an den lokalen Unterstützungssystemen und -strategien angesetzt werden, mit denen Jugendliche im Übergang zwischen Schule und Ausbildung begleitet werden. Dies ist notwendig, da der Übergangsprozess Schule – Ausbildung durch zunehmend komplexer werdende Anforderungen an die Jugendlichen und ihre Familien und die beteiligten Akteure (Schule, Jugendamt, Jobcenter etc.) bestimmt wird. Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie im Land Brandenburg hat zu diesem Zweck das f-bb mit der Untersuchung lokaler Konzepte im Übergangsmanagement Schule – Ausbildung (allgemeinbildende Schulen Sek I, Oberstufenzentren) beauftragt.

Zielsetzung

Ziel der Untersuchung ist die Erfassung der Vielzahl an Maßnahmen und Angeboten zur Begleitung Jugendlicher im Übergang Schule – Ausbildung im Land Brandenburg. Insbesondere handelt es sich hierbei um Ansätze zur Vermeidung von Schul- und Ausbildungsabbrüchen, zur Persönlichkeits- und Talentförderung, zur Berufsorientierung und Ausbildungsfähigkeit und zu Kooperationspotenzialen Schule – Betrieb. Ebenso sollen Erkenntnisse zum Auf- und Ausbau gut funktionierender lokaler Bildungs- und Erziehungsnetzwerke an der Übergangsschnittstelle Schule – Ausbildung gewonnen werden, in denen hauptamtliche wie auch ehrenamtliche Akteure vor Ort vernetzter und abgestimmter kooperieren. Im Rahmen der Untersuchung des lokalen Übergangsmanagements Schule – Ausbildung wird auf folgende ausgewählte Handlungsfelder eingegangen:

  • Angebote und Instrumente zur Zukunfts-, Lebensplanung und zum Übergangsmanagement Schule – Ausbildung/Beruf
  • Einbindung schulexterner Lern- und Bildungsorte
  • Gesellschaftliche Öffnung der Schulen und Unternehmen
  • Lokale kooperative Strukturen und Netzwerke
  • Personal und Qualifizierung zum Thema Übergang Schule – Ausbildung
  • Einbeziehung des lokalen Engagements (Eltern, Großeltern und weiterer ehrenamtlicher Personen)
  • Querschnittsthemen (Geschlecht/Gender, soziale Herkunft, Nachhaltigkeit/Transferpotenzial von Ansätzen)

Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Untersuchung werden in Empfehlungen zum Aufbau von effektiven und nachhaltigen Lokalstrukturen einfließen, die Schülern, insbesondere der Sekundarstufe I an allgemeinbildenden Schulen und der Oberstufenzentren, sowie Auszubildenden, insbesondere den benachteiligten, Chancen auf passgenaue und präventiv ansetzende individuelle Förderungen eröffnen. Für die Zukunft wird erwartet, dass sich lokal koordinierte Unterstützungsstrukturen positiv auf den Schul- und Ausbildungsverbleib auswirken.

Laufzeit

15.03.2013-16.08.2013

Auftraggeber

  • Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg
    Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg

Kontakt

Dana MantheyTelefon: +49 331 740032-10dana.manthey(at)f-bb.deDana Manthey