
Die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit im Betrieb ist nicht neu, gewinnt angesichts tiefgreifender Veränderungen in der Arbeitswelt jedoch immer mehr an Bedeutung. Als Folge intensivierten globalen Wettbewerbs und gestiegener Anforderungen an die Leistungsbereitschaft der Arbeitnehmer nehmen die Fälle von gesundheitlich bedingten Leistungseinschränkungen bis hin zu Arbeitsunfähigkeit immer mehr zu. Verschärft wird dieses Problem noch dadurch, dass das Durchschnittsalter der Beschäftigen, die dieser gestiegenen Arbeitsbelastung gegenüber stehen, seit Jahren kontinuierlich
Seit dem In-Kraft-Treten der Neufassung des Sozialgesetzbuchs (SGB) IX zum 1. Mai 2004 schreibt der Gesetzgeber jedem Betrieb vor, dass Mitarbeiter/innen, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind, mit einem individuellen Eingliederungsmanagement unterstützt werden müssen (§ 84 Abs. 2 SGB IX).
Das Gesetz soll u.a. Anreize schaffen, mit gezielten Maßnahmen die berufliche Wiedereingliederung von behinderten Arbeitnehmern und von Rehabilitanden zu erleichtern. Die Einführung von betrieblichem Eingliederungsmanagement als eine Strategie betrieblicher Prävention soll aber auch der Wiederholung und Chronifizierung von Krankheiten und Behinderungen vorbeugen und so die nachhaltige Sicherung der Beschäftigung von Arbeitslosigkeit bedrohter Menschen ermöglichen.
Mit unserem Projekt „Prävention-Eingliederungsmanagement“ möchten wir Unternehmen und Bildungsträger bei der Umsetzung des SGB IX unterstützen.
die Ergebnisse der Projektarbeit sind in dem Informationsportal kompetenz-plus einzusehen.
Im Einzelnen verfolgt das Projekt folgende Ziele:
In dem Projekt wurde in Interviews der Informationsbedarf insbesondere kleiner Unternehmen zu dieser Thematik ermittelt. Auf Basis der Ergebnisse wurde ein Handlungsleitfaden erstellt, der Unternehmen die Umsetzung eines betreiblichen Eingliederungsmanagements im eigenen Betrieb erleichtern soll.
Darüber hinaus wurden für sinnesbehinderte Arbeitnehmer Prototypen bearfsgerechter betrieblicher Weiterbildungsmaßnahmen und eine Schulungssequenz für Kollegen und Vorgesetzte zum Umgang mit hörbehinderten Mitarbeitern entwickelt und erprobt.