Beschreibung einer modularen Weiterbildung zum Industriefertiger gemäß den Kategorien des DQR

Projektbereich

Internationalisierung der Berufsbildung

Kurzbeschreibung

Im Rahmen des Projekts EDUCATED arbeitet die Entwicklungsgesellschaft Energiepark Lausitz GmbH an der Konzeption der Weiterbildung zum Industriefertiger (Metall) 2.0. Ausgangspunkt für diese Entwicklung ist der spürbar werdende Fachkräftemangel im Bereich der Metall- und Elektroindustrie in der Region Süd-Ost-Brandenburg. Potenzielle Mitarbeitern/-innen sollen mit dieser praxisorientierten Weiterbildung auf einer einfachen Ebene der Wertschöpfungskette an die Prozesse in Unternehmen herangeführt werden, um so Einfacharbeiten in Metall- und Elektrobereich ausführen zu können. Zu diesen Mitarbeitern/-innen gehören unter anderem auch Menschen, die zwar nicht grundsätzlich arbeitsmarktfern sind, aber wegen einer diskontinuierlichen Arbeitsbiografie dem Arbeitsmarkt in der letzten Zeit nicht zur Verfügung standen.

Die Inhalte und das Curriculum für den Industriefertiger (Metall) 2.0 wurden innerhalb der Arbeitsgemeinschaft der Metall- und Elektroindustrie Südbrandenburg (ARGE MEI) entwickelt. Die Qualifizierung basiert dementsprechend auf dem Arbeitskräfte- und Qualifizierungsbedarf der regional ansässigen Unternehmen. Zwei Module wurden der anerkannten Erstausbildung zum Industriemechaniker entnommen. Sie wurden, in Abstimmung mit der Arbeitsagentur im Landkreis Elbe-Elster und der IHK Cottbus, in die berufliche Qualifizierung zum Industriefertiger (Metall) 2.0 integriert und werden von der IHK nach erfolgreicher Prüfung anerkannt.

Mit dem Industriefertiger (Metall) 2.0 eröffnen sich für die Teilnehmenden neue Einstiegswege in Beschäftigung sowohl bei den regionalen Unternehmen der Metallbranche als auch in verwandten Bereichen.

Zielsetzung

Für den Industriefertiger (Metall) 2.0 wird eine nationale und internationale Vergleichbarkeit angestrebt. Dies soll durch eine zukünftige Zuordnung zu den Niveaus des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) erleichtert werden. Der DQR stellt ein Instrument für mehr Transparenz, Durchlässigkeit und Mobilität im Bildungssystem dar, dessen Ausgangspunkt die Einführung des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) bildete. Der EQR wiederum fungiert als Übersetzungsinstrument für die verschiedenen nationalen Qualifikationsrahmen.

Das f-bb Projekt "Beschreibung einer modularen Weiterbildung gemäß den Kategorien des DQR" beschäftigt sich in diesem Rahmen mit der Entwicklung lernergebnisorientierter Modulbeschreibungen für die Qualifizierung zum Industriefertiger 2.0. Die Nutzung von Lernergebnissen hat den Vorteil, dass sie unabhängig von Merkmalen wie Ausbildungsdauer, Lernort oder Lernform formuliert sind. Sie eignen sich somit sehr gut für die Beschreibung sowohl formaler als auch nicht-formal und informell erworbener Kompetenzen. Aus diesem Grund finden sie in immer mehr Bildungsbereichen Anwendung.

Die zu entwickelnden Modulbeschreibungen der nicht-formalen Qualifikation zum Industriefertiger (Metall) 2.0 werden somit nicht nur der fortschreitenden Verankerung der Lernergebnisorientierung im Bildungssystem gerecht, sondern schaffen auch eine erste Grundlage für eine zukünftige DQR-Zuordnung und für eine internationale Vergleichbarkeit dieser Qualifikation.

Zu beachten ist hierbei, dass ein Zuordnungsverfahren zu den Niveaus des DQR bisher nur für den formalen Bereich existiert. Ein Vorgehen für die Zuordnung nicht-formaler Qualifikationen befindet sich derzeit im Diskussions- und Entwicklungsprozess.

Das Projekt wird gefördet durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.

Laufzeit

01.10.2014-31.01.2015

Förderung

  • Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg
    Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg
  • Europäischer Sozialfonds (ESF) - Investition in Ihre Zukunft
    Europäischer Sozialfonds (ESF) - Investition in Ihre Zukunft

Auftraggeber

  • Entwicklungsgesellschaft Energiepark Lausitz GmbH
    Entwicklungsgesellschaft Energiepark Lausitz GmbH

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