Mit digitalen Medien auf dem Weg zum Aufstieg durch Abschluss (MeWa)

Projektbereich

Internationalisierung der Berufsbildung

Kurzbeschreibung

Die Qualifizierungspotenziale geringqualifizierter Personen ohne einen (verwertbaren) berufsqualifizierenden Abschluss sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft; und das, obwohl der Fachkräftebedarf für die mittlere Qualifikationsebene in einigen Bereichen der deutschen Wirtschaft bereits heute deutlich zu spüren ist. Ursache sind bestehende Hürden im Bildungs- und Beschäftigungssystem: Die Beschäftigungschancen Geringqualifizierter sind aufgrund fehlender Berufsabschlüsse nach wie vor erkennbar eingeschränkt, und ihre Weiterbildungsbeteiligung bleibt deutlich hinter derjenigen Höherqualifizierter zurück.

Das Lernen zum Nachholen eines Berufsabschlusses fällt nicht immer leicht. Ein Grund dafür wird in der Lernbiografie vieler Geringqualifizierter und ihrer Abneigung gegenüber Weiterbildungsformen gesehen, die eher schulischen Angeboten ähneln. Bildungskarrieren Geringqualifizierter sind häufig von negativen Lernerfahrungen geprägt.

Oftmals besteht eine Lernpräferenz für informelles Lernen. Lernsettings, die arbeitsintegrierendes Lernen durch Beobachten und Ausprobieren sowie durch Unterweisung oder Anlernen vorsehen, können am ehesten die Lernmotivation fördern. Schließlich steigt die Motivation zu lernen, wenn ein konkreter Nutzen erkennbar wird. In der Einbindung in reale Arbeits- und Geschäftsprozesse – durch arbeitsplatznahes Lernen am Lernort Betrieb – liegt ein Schlüssel zum Lernerfolg der Zielgruppe. Den digitalen Medien kommt hierbei eine wichtige Bedeutung zu, da sie arbeitsplatznahes und arbeitsintegriertes Lernen ermöglichen. Voraussetzung ist die Vermittlung von Medienkompetenz an Lernende und Lernbegleitende (betriebliche Ausbilder/innen).

 

Zielsetzung

Das Projekt intendiert die Entwicklung eines Konzepts zur Nutzung digitaler Medien bei der Vermittlung berufsbezogener fachtheoretischer Inhalte in Unternehmen. Betriebliche Lernprozesse werden so organisiert, dass alle Beteiligten – die Lernenden, aber auch fachliche Anleiter/innen – ihre Medienkompetenz weiterentwickeln. Lernentwöhnte sollen durch den Einsatz digitaler Medien wieder an das Lernen herangeführt werden.

Die beschäftigten Geringqualifizierten (An- und Ungelernte über 25 Jahre) eignen sich mit Hilfe von Teilqualifikationen arbeitsmarktverwertbare und berufsrelevante Qualifikationen an. Dadurch wird die Grundlage für das Erreichen eines beruflichen Abschlusses geschaffen und die Erschließung bisher nicht ausgeschöpfter Qualifizierungspotenziale ermöglicht.

Das Konzept, unter Anwendung digitaler Medien berufsabschlussrelevante Qualifikationen zu vermitteln, wird in zwei Partnerbetrieben erprobt. Verwendung findet u.a. eine Lernplattform, über die ein Teil der gemeinsamen Kommunikation erfolgt.

Erprobungen des Konzepts finden in folgenden Berufen statt:

  • Fachkraft für Möbel‐, Küchen‐ und Umzugsservice (Erprobung bei Zapf Umzüge AG, Berlin)
  • Kaufmann/frau im Einzelhandel (Erprobung in Berliner Filialen der Rewe Group, toom Baumarkt GmbH)

Laufzeit

01.10.2014-30.09.2018

Materialien

Flyer Verkäufer/in

Flyer Fachkraft für Möbel-, Küchen-und Umzugsservice

Artikel "Schrittweise zum Berufsabschluss"

Projektpräsentation

Auf dem letzten Drittel der Folien können praktische Beispiele des digitalen Lernens der Zapf-Teilnehmer angeschaut werden.

Partner

  • Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Berlin
    Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Berlin
  • toom Baumarkt GmbH (Rewe Group), Köln, Berlin
    toom Baumarkt GmbH (Rewe Group), Köln, Berlin
  • Zapf Umzüge AG
    Zapf Umzüge AG

Fachliche Betreuung

  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Projektträger des BMBF
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Projektträger des BMBF

Förderung

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Kontakt

Andrea MohoricTelefon: +49 30 4174986-46andrea.mohoric(at)f-bb.deAndrea Mohoric