Neue Prüfungsformen – Unterstützung von KMU bei der Umsetzung neuer Prüfungsformen in neu geordneten Berufen

Projektbereich

Ausbildung und Bildungsplanung

Kurzbeschreibung

Im Zuge der Neuordnung von Ausbildungsberufen sind neue Prüfungsformen vorgesehen. Es gibt Prüfungen als Projektarbeit in der IT-Branche, als betrieblichen Auftrag in der Elektroindustrie, als Kundenberatungsgespräch in der Versicherungswirtschaft oder als gastorientiertes Gespräch in der Gastronomie. Allen diesen Prüfungsformen ist gemeinsam, dass sich die Prüfung stark an der betrieblichen Praxis orientiert. Dies eröffnet den Betrieben die Möglichkeit, Prüfungen unmittelbar an die betrieblichen Anforderungen anzupassen. Bei dieser Form der Prüfung kommen auf die Betriebe neue Aufgaben zu. So müssen sie beispielsweise unter den Aufträgen ihres Betriebs geeignete Projekte identifizieren, die alle prüfungsrelevanten Inhalte abdecken. Teilweise muss auch die Durchführung der Prüfung im Betrieb organisiert werden. Diese Aufgaben sind für kleine und mittelständische Unternehmen, die in der Regel keine hauptberuflichen Ausbilder beschäftigen, nicht unproblematisch. Doch die Vorteile der neuen Prüfungsform gerade für KMU liegen auf der Hand: Sie können entlang ihrer Aufträge prüfen und den Auszubildenden auch während der Prüfungsvorbereitung im Betrieb einsetzen. Nicht mehr ein Lernen und Üben für die Prüfung, sondern das Lernen und Üben für den Berufsalltag ist für die Auszubildenden der Schlüssel zum Prüfungserfolg, weil die Prüfungen aus dem realen Arbeitsalltag abgeleitet werden und in diesen eingebettet sind.

Um gerade auch KMU die Vorteile dieser Prüfungsarten zu erschließen, entwickelt das Projekt Beratungs- und Unterstützungsleistungen für kleine und mittlere Unternehmen, die Schwierigkeiten haben, die Vorteile zu nutzen, die die neuen Prüfungsformen in den neu geschaffenen bzw. neu geordneten Berufsbildern bieten.

Zielsetzung

  • Um Betriebe über die neuen Prüfungsmodalitäten zu informieren, werden Workshops konzipiert und durchgeführt. Dabei hat sich eine Kombination von thematischer und regionaler Ausrichtung der Veranstaltungen als sinnvoll erwiesen.
  • Zur Vergrößerung der Reichweite wird eine Internetplattform genutzt. Diese dient dazu, die zentralen Fragestellungen und Ergebnisse aus den Workshops darzustellen. Dieses Medium ermöglicht es allen Betrieben, kurzfristig mit minimalem Aufwand Unterstützung abzurufen.
  • Schließlich werden Dienstleistungen entwickelt, die für Betriebe Aufgaben im Umfeld der Prüfungen übernehmen, wie z.B. Unterstützung bei der Entwicklung von Prüfungsaufgaben und Mitarbeit bei der Organisation von Prüfungen.

Laufzeit

01.10.2004-31.03.2007

Fachartikel

Krings, U.: Der Lernort Betrieb als Prüfungsort. In: bwp@Berufs- und Wirtschaftspädagogik-online, Heft 9. 2005
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Projektflyer

Projektflyer (0,49 MB)

Förderung

  • Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie
    Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Sabine FischerTelefon: +49 911 27779-687fischer.sabine(at)f-bb.deSabine Fischer